Vreden · Kreis Borken

    KI und Digitalisierung für Betriebe in Vreden

    Vreden ist die Industriestadt im Kreis Borken: Fast zwei von drei Arbeitsplätzen liegen in der Produktion, und die Betriebe investieren überdurchschnittlich. Dazu kommt die Lage an der Grenze zu den Niederlanden.

    Von Christian Schubert · Stand 06.10.2026

    Vreden in Zahlen

    Der Standort auf einen Blick

    • 23.099Einwohner am 31.12.2024 (Fortschreibung auf Basis Zensus 2022)
    • 11.533sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort (31.12.2024)
    • 61,7 %im Produzierenden Gewerbe, im Kreis Borken 38,5 %, in NRW 24,7 %
    • 45Industriebetriebe ab 20 Beschäftigten mit zusammen 5.715 Beschäftigten (2024)
    • +863Pendlersaldo: 5.490 Einpendler, 4.627 Auspendler (30.06.2024)
    • 7,0 %vom Umsatz investierte die Industrie 2024, im Kreis Borken 4,2 %

    Quelle: IT.NRW, Kommunalprofil (Stand Landesdatenbank 15.01.2026; Beschäftigtendaten Bundesagentur für Arbeit), Stadt Vreden, WFG Kreis Borken.

    Unser Blick

    Wo wir in Vreden hinschauen würden

    • 01

      Mittelständische Fertigung

      61,7 Prozent der Arbeitsplätze liegen im Produzierenden Gewerbe, 45 Industriebetriebe beschäftigen 5.715 Menschen. Wo die Industrie so viel Gewicht hat, liegt der Hebel oft zwischen Büro und Halle: Auftragsdaten, Zeichnungen, Rückfragen und die Frage, wer was wann wo erfasst.

      Mehr zum produzierenden Gewerbe

    • 02

      Betriebe mit Auszubildenden

      Die Stadt investiert viel in Ausbildung, Aufwind und JugendCampus-App. Gute Abläufe sind ein Argument für Nachwuchs: Wer Dokumentation und Einarbeitung geordnet hat, kann Neue schneller einbinden.

    • 03

      Bau und Handwerk

      Das Bauhauptgewerbe kommt auf 21 Betriebe mit 394 Beschäftigten. Angebot, Aufmaß und Dokumentation sind dort die ersten Stellen, an denen Information doppelt erfasst wird.

      Mehr zu Handwerk und Bau

    Das ist unsere Einschätzung aus den Strukturdaten, keine Aussage über einzelne Betriebe. Was bei Ihnen tatsächlich Zeit kostet, sehen wir erst im Betrieb.

    Wirtschaft

    Eine Industriestadt auf dem Land

    In Vreden arbeiten 7.121 Beschäftigte im Produzierenden Gewerbe, 2.960 in den sonstigen Dienstleistungen und 1.347 in Handel, Gastgewerbe und Verkehr. Die 45 Industriebetriebe ab 20 Beschäftigten erwirtschafteten 2024 rund 857 Mio. Euro Umsatz und investierten 7,0 Prozent davon in Anlagen. Branchen nennt die Landesstatistik für Vreden aus Datenschutzgründen nicht; die Beschreibung bei Wikipedia spricht von einem gut gemischten Mittelstand, unter anderem mit Fahrzeugbau, Kunststoffverarbeitung, Schmuck, Biogastechnik und Schuhherstellung. Das Bauhauptgewerbe kommt auf 21 Betriebe mit 394 Beschäftigten.

    Gewerbegebiete gibt es im Industriegebiet Gaxel und in den Gebieten Up de Hacke, Nord, Heckebree und Master Esch, dazu in den Kirchdörfern Ammeloe, Ellewick und Lünten. Nach Angabe der Stadt sind in fünf dieser Gebiete keine weiteren Flächen frei, in Nord aktuell keine. Vermarktet wird über eine Gewerbeflächen- und Immobilienbörse.

    Netzwerk

    VreWin, Aufwind und eine Stadt, die sich zeigt

    Die Vredener Wirtschaftsvereinigung VreWin ist das Unternehmernetzwerk der Stadt, mit Fachclubs für Tourismus, Industrie und Handel sowie einer grenzüberschreitenden deutsch-niederländischen Initiative. Die Wirtschaftsschau „Aufwind“ fand am 9. und 10. Mai 2026 im Industriegebiet Gaxel statt, mit über 100 Ausstellern; 115 Schüler arbeiteten dabei in Projekten mit 21 Betrieben. Für den Nachwuchs gibt es einen Arbeitskreis Ausbildung, die JugendCampus-App (seit September 2022, über 70 Berufsfelder), Berufe-Parcours und die Nacht der Ausbildung.

    Digital

    Glasfaser kommt, Digitalangebote gibt es im Kreis

    Die Stadt nennt ein flächendeckendes Glasfasernetz als Ziel, ohne Zahlen. Ein regionaler Anbieter meldete am 25.10.2024 die erste Aktivierung im Ausbauprojekt „100 % Vreden“ (rund 1.800 Adressen, Baustart April 2024); ob die Gewerbegebiete eingeschlossen sind, ging daraus nicht hervor. Die WFG Kreis Borken bietet Betrieben ein Digital Café (jeden zweiten Mittwoch, 16 bis 18 Uhr), die Weiterbildung „Digital-Maker“, ein KI-Qualifizierungsprogramm (sieben Wochen) und den kostenlosen DigiCheck an.

    Gut zu wissen

    Hintergründe, die in Vreden zählen

    1. 01

      Industriegewicht

      Fast zwei von drei Arbeitsplätzen sind im Produzierenden Gewerbe. Die Landwirtschaft nutzt 66 Prozent der Fläche, stellt aber nur 105 Arbeitsplätze.

    2. 02

      Mehr Einpendler als Auspendler

      5.490 Beschäftigte pendeln ein, 4.627 aus. Bei den Männern liegt der Saldo bei plus 1.388, bei den Frauen bei minus 525: Mehr in Vreden wohnende Frauen arbeiten auswärts als Frauen von auswärts hier.

    3. 03

      Gründungen und Aufgaben halten sich die Waage

      2024 gab es 165 Anmeldungen (davon 139 Neugründungen) und 171 Abmeldungen.

    4. 04

      Bau legt zu

      Der Umsatz im Bauhauptgewerbe stieg von 30,8 Mio. Euro (2009) auf 79,1 Mio. Euro (Vorjahreswert 2023).

    Vor Ort

    Wir kommen in ganz Vreden vorbei

    Vreden KernstadtAmmeloeEllewick-CrosewickLüntenWennewick-OldenkottZwillbrock

    Die Kirchdörfer nennt Wikipedia; die Schreibweisen haben wir nicht gegen die Hauptsatzung der Stadt geprüft.

    Auch in der Nähe

    Dieselbe Arbeit, ein paar Kilometer weiter

    Quellen

    Woher die Angaben stammen

    Alle Angaben aus öffentlichen Quellen, abgerufen am 06.10.2026. Zahlen können sich ändern; maßgeblich sind die jeweiligen Veröffentlichungen. Mit „eigene Rechnung“ gekennzeichnete Werte haben wir aus den Quellzahlen berechnet.

    Der erste Schritt

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