Gronau · Kreis Borken

    KI und Digitalisierung für Betriebe in Gronau

    Gronau ist die zweitgrößte Stadt im Kreis Borken, liegt direkt an der Grenze zu Enschede und ist Sitz der EUREGIO. Für Betriebe hier ist die Grenze Alltag: bei Kunden, Lieferanten und Personal.

    Von Christian Schubert · Stand 06.10.2026

    Gronau in Zahlen

    Der Standort auf einen Blick

    • 50.547Einwohner am 31.12.2024; davon 22,8 % Nichtdeutsche (Kreis Borken 11,3 %)
    • 17.691sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort (31.12.2024)
    • 29,7 %im Produzierenden Gewerbe, 29,1 % in Handel, Gastgewerbe und Verkehr
    • –2.132Pendlersaldo: 6.309 Einpendler, 8.441 Auspendler (30.06.2024)
    • 445Gewerbeanmeldungen 2024 bei 386 Abmeldungen, davon 410 Neugründungen
    • 8,2 %vom Umsatz investierte die Industrie 2024, im Kreis Borken 4,2 %

    Quelle: IT.NRW, Kommunalprofil (Stand Landesdatenbank 15.01.2026; Beschäftigtendaten Bundesagentur für Arbeit), Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Gronau (WTG), EUREGIO.

    Unser Blick

    Wo wir in Gronau hinschauen würden

    • 01

      Zwei Sprachen, zwei Rechnungsformate

      Wo Kunden, Lieferanten oder Personal aus zwei Ländern kommen, entstehen Medienbrüche: Sprache, Dokumente, Zuständigkeiten. Wir fragen, wo dafür täglich Zeit draufgeht.

    • 02

      Industrie mit Investitionsbereitschaft

      Die Industrie investierte 2024 8,2 Prozent vom Umsatz, im Kreis Borken waren es 4,2 Prozent. Wer überdurchschnittlich investiert, kann auch Software und Automatisierung planen. Entscheidend ist die Reihenfolge: erst die Abläufe verstehen, dann entscheiden, was gekauft wird.

      Mehr zum produzierenden Gewerbe

    • 03

      Bau und Handwerk

      Das Bauhauptgewerbe kommt auf 45 Betriebe mit 348 Beschäftigten. Aufmaß, Angebot, Dokumentation und Rechnung sind dort die ersten Stellen für einen genauen Blick.

      Mehr zu Handwerk und Bau

    Das ist unsere Einschätzung aus den Strukturdaten, keine Aussage über einzelne Betriebe. Was bei Ihnen tatsächlich Zeit kostet, sehen wir erst im Betrieb.

    Wirtschaft

    Industrie, die investiert, und ein Gewerbegebiet im Wandel

    Die Landesstatistik zählt in Gronau 37 Industriebetriebe ab 20 Beschäftigten mit zusammen 3.818 Beschäftigten und rund 1,25 Mrd. Euro Umsatz (2024). Auffällig ist die Investitionsfreude: Je Industriebeschäftigten investierten die Betriebe fast das Dreifache des Kreisdurchschnitts, 8,2 Prozent vom Umsatz gegenüber 4,2 Prozent im Kreis. Zahlen zu den einzelnen Branchen veröffentlicht die Statistik für Gronau nicht. Das Bauhauptgewerbe kommt auf 45 Betriebe mit 348 Beschäftigten.

    Das Gewerbegebiet Ost (rund 106 Hektar) ist Modellgebiet im NRW-Projekt „Gewerbegebiete im Wandel“. Es entstand nach dem Niedergang der Textilindustrie. 17,1 Prozent der Stadtfläche sind Wohn-, Industrie- und Gewerbefläche, im Kreis Borken sind es 6,9 Prozent; Gronau hat 641 Einwohner je Quadratkilometer, im Kreis Borken sind es 268.

    Grenze

    Sitz der EUREGIO, vier ehemalige Grenzübergänge

    In Gronau sitzt die EUREGIO, ein deutsch-niederländischer Kommunalverband. Ihr GrenzInfoPunkt berät Bürger, Unternehmen und Institutionen zu Arbeiten, Lernen und Leben über die Grenze, etwa zu Sozialversicherung, Steuern und Arbeitsrecht. Kleinprojekte werden über einen eigenen Fonds gefördert, größere über das Programm Interreg. Die Wirtschaftsförderung beteiligt sich 2026 an grenzüberschreitenden „Grenzland-Wirtschaftspartnerschaften“ mit Austausch in Twente.

    Im Stadtgebiet gab es früher vier Grenzübergänge (B 54, Glanerbrücke, Losserstraße, Tiekerhook). Der Einzelhandel steht im Wettbewerb mit Enschede, Hengelo und Oldenzaal und profitiert von niederländischer Kundschaft; belastbare aktuelle Zahlen dazu liegen uns nicht vor, das letzte Gutachten stammt aus dem Jahr 2010.

    Digital

    Glasfaser aus Stadtwerke-Hand

    Die Stadtwerke Gronau bauen das Glasfasernetz gemeinsam mit einem Netzbetreiber; die Kooperation wurde im September 2021 beschlossen. Nach einer Meldung von 2023 waren 15 Ausbaucluster für rund 22.000 Haushalte und Betriebe geplant. Wie weit der Ausbau in den Gewerbegebieten heute ist, haben wir nicht verifizieren können.

    Die Wirtschaftsförderung bietet gemeinsam mit der WFG den „DigiCheck“ an: eine kostenfreie Analyse der Unternehmenswebsite in acht Bereichen von der Google-Präsenz bis zum Datenschutz. Er prüft Auftritte, keine Prozesse und keine KI-Einführung.

    Gut zu wissen

    Hintergründe, die in Gronau zählen

    1. 01

      Gronau wächst

      Die Modellrechnung von IT.NRW erwartet bis 2035 ein Plus von 6,5 Prozent auf 53.983 Einwohner, bis 2050 plus 9,7 Prozent. Die Altersgruppe ab 65 wächst deutlich stärker (plus 28,6 Prozent bis 2035).

    2. 02

      Jünger als der Kreis

      18,3 Prozent der Einwohner sind 65 und älter, im Kreis Borken 20,6 Prozent, in NRW 22,0 Prozent (31.12.2024).

    3. 03

      Die Fabrik von damals ist das Gründerhaus von heute

      Das Wirtschaftszentrum Gronau sitzt in der Spinnerei von 1892; die gusseisernen Stützen sind erhalten.

    4. 04

      Termine für Betriebe

      Unternehmensfrühstücke finden regelmäßig statt, der Unternehmenspreis Gronau wird alle drei Jahre vergeben (erstmals 2022), die Gewerbeschau alle fünf Jahre (nächste 2028). Die Ausbildungsmesse FiDA ist am 16.09.2026.

    5. 05

      Mehr Auswärtsarbeit als Zupendler

      8.441 Gronauer arbeiten auswärts, 6.309 Beschäftigte pendeln ein. Das Saldo liegt bei minus 2.132.

    Vor Ort

    Wir kommen in ganz Gronau vorbei

    GronauEpe

    Gronau besteht seit 1975 aus den Stadtteilen Gronau und Epe.

    Auch in der Nähe

    Dieselbe Arbeit, ein paar Kilometer weiter

    Quellen

    Woher die Angaben stammen

    Alle Angaben aus öffentlichen Quellen, abgerufen am 06.10.2026. Zahlen können sich ändern; maßgeblich sind die jeweiligen Veröffentlichungen. Mit „eigene Rechnung“ gekennzeichnete Werte haben wir aus den Quellzahlen berechnet.

    Der erste Schritt

    Wo verliert Ihr Betrieb in Gronau jede Woche Zeit?

    Kostenlos und ohne Verkaufsdruck. Wir hören zu und sagen Ihnen ehrlich, ob sich eine Analyse für Sie lohnt.

    0175 53 18 701info@aireichbar.de